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Posted on 23. November 2016 by SP_master on Motorsport

„Frischer Wind“ für DTM-Übertragung

Wirklich zufrieden sind weder die DTM noch die ARD mit den schlechten Zuschauerzahlen der letzten Saison, dennoch wurde der bis 2017 laufende Vertrag nicht gekündigt. Wie es danach weitergeht, ist bisher allerdings noch offen, denn eine Unzufriedenheit beider Parteien ist unübersehbar.

DTM-Boss Hans Werner Aufrecht denkt auf der Pressekonferenz sehr lange nach, bevor er auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der ARD-Übertragung Folgendes antwortet: „Im Schwäbischen sagt man eigentlich: „Wenn ich nichts sage, ist’s genug gelobt.“ Aber das ist hier falsch. Punkt“.
Umgekehrt kann auch die ARD mit der Quote nicht glücklich sein, die erstmals unter die Millionen-Marke (940.000) gefallen ist. Trotzdem hat der Sender die mögliche Reißleine nicht gezogen, denn laut SPEEDWEEK.com, hätten beide Seiten zum 30. September den eigentlich bis 2017 laufenden Vertrag ohne Begründung kündigen können.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky erklärte SPEEDWEEK.com „Im „Nicht-Sport“-Jahr 2017, ohne sportliche Fußball-Großereignisse und Olympische Spiele haben wir mit der DTM eine feste und wichtige Größe in unserem Sommersport-Programm. Darüber hinaus hoffen wir, dass das Fehlen der sportlichen Großereignisse als Konkurrenz dazu beiträgt, dass sich das Zuschauerinteresse an der DTM im kommenden Jahr wieder positiver entwickelt“. Laut Balkausky fiel das ARD-interne Abstimmungsergebnis gegen eine Kündigung „eindeutig“ aus.

Die Übertragungsart der ARD will Aufrecht nicht für den Fall der Quoten unter die Millionen-Grenze verantwortlich machen. „Es ist aber ein bisschen wie bei einem alten Ehepaar: Es gehört mal wieder ein bisschen frischer Wind rein. Wir müssen das Produkt verbessern, da haben wir Nachholbedarf. Das haben alle Beteiligten erkannt“, so Aufrecht.
Konkret soll für die Zuschauer ein einfaches und nachvollziehbares Reglement her, um spannendere Rennverläufe zu garantieren. Zudem möchte man eine “ (…) deutliche Fokussierung auf den Fahrer als wichtigstes Element des Sports“, wie Balkausky formulierte. Eine Verkleinerung des Fahrerfeldes, sowie eine Überarbeitung des Samstagsrennens liegen ebenfalls an.

Über 2017 hinaus möchte Balkausky aktuell aber noch nicht blicken, da sich die Frage nach den Kriterien, den Kontrakt über 2017 hinaus zu verlängern, derzeit nicht stelle. „Wir haben einen gültigen Vertrag bis einschließlich 2017. Wir werden alles zu passender Zeit klären», erklärt er. 2017 wird dennoch ein entscheidendes Jahr, sollten die Maßnahmen nicht zünden und die DTM ohne die Konkurrenz Olympia und EM erneut weitere Fans vor dem TV verlieren, könnte die interne Abstimmung zukünftig anders aussehen.

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Bild: © dtmblog.net